Quereinstieg bei der SOCITAS
Den ganzen Tag im Büro sitzen? Für Stephanie war das früher kaum vorstellbar. Sie wollte mit den Händen arbeiten, etwas schaffen und am Ende des Tages sehen, was sie geleistet hatte. Deshalb entschied sie sich für eine Ausbildung zur Augenoptikerin und machte später sogar ihren Meister. Dass sie einmal in einem IT-Unternehmen arbeiten und dort Rechnungen statt Brillengläser bearbeiten würde, war nie geplant. Doch manchmal entstehen aus unerwarteten Veränderungen neue Wege, die besser passen, als man zunächst denkt.
Beim Buchstaben A war die Suche bereits vorbei
Welcher Beruf zu ihr passen könnte, wusste Stephanie nach dem Abitur zunächst nicht. Also ging sie systematisch vor: Sie besorgte sich ein Berufebuch des Arbeitsamts, in dem Ausbildungsberufe von A bis Z vorgestellt wurden, und las sich durch die verschiedenen Möglichkeiten. Schon bei der Augenoptik blieb sie hängen, denn die Vielfältigkeit des Berufes sagte ihr zu.
Ein Praktikum bestätigte kurze Zeit später ihre Wahl. Vor allem die filigranen Arbeiten und der Umgang mit kleinen Bauteilen gefielen ihr. Stephanie begann ihre Ausbildung zur Augenoptikerin, die sie 2002 abschloss. Vier Jahre später erwarb sie ihren Meistertitel und übernahm zunehmend mehr Verantwortung im Betrieb.
Ein Quereinstieg, der eigentlich nie geplant war
Über einen beruflichen Wechsel hatte Stephanie lange nicht ernsthaft nachgedacht. Sie beschreibt sich selbst als treue Seele, die nicht so schnell aufgibt. Erst nach der Geburt ihres Kindes änderte sich ihre Situation: Die Arbeitszeiten in der Augenoptik ließen sich nicht mehr mit den Betreuungszeiten vereinbaren und auch die notwendige Planungssicherheit fehlte.
Damit stand Stephanie plötzlich vor einer Frage, mit der sie sich zuvor nie beschäftigt hatte: Wie sollte es beruflich weitergehen?
Die Antwort kam unerwartet aus ihrem persönlichen Umfeld und so entstand der Kontakt zur SOCITAS. Die Arbeitsbedingungen passten besser zu ihrer familiären Situation und Stephanie beschloss, sich das Unternehmen und die Aufgaben erst einmal anzusehen. Aus diesem Kennenlernen entwickelte sich eine vollkommen neue berufliche Perspektive.
Alles neu und trotzdem schnell mittendrin
Der Einstieg bei der SOCITAS führte Stephanie zunächst in die Finanzbuchhaltung und Verwaltung. Damals bestand das Unternehmen aus rund 30 Mitarbeitenden und die Aufgabenbereiche waren noch nicht so klar voneinander getrennt wie heute. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen kümmerte sie sich um unterschiedliche Themen, vom Buchen der Rechnungen bis hin zum Zentraldienst.
Für Stephanie war diese Arbeitswelt vollkommen neu. Nicht nur die Aufgaben, sondern auch das damalige ERP-System Microsoft Dynamics NAV stellten sie anfangs vor Herausforderungen.
„Ich hatte Angst, dass ich das alles nicht kann, weil es ein komplett neuer Bereich für mich war.“
Stephanie Homscheid
Doch Stephanie merkte schnell, dass sie sich auf ihre Stärken verlassen konnte:
- Schnelle Auffassungsgabe: Einmal erklärte Abläufe konnte sie meist direkt anwenden.
- Strukturierte Arbeitsweise: Wiederkehrende Arbeitsschritte lagen ihr besonders gut.
- Unterstützung im Team: Bei Fragen waren ihre Kolleginnen direkt ansprechbar und nahmen sich Zeit für die Einarbeitung.
Gerade das kleine, hilfsbereite Team gab ihr die nötige Sicherheit. Wenn eine Frage aufkam, musste sie sich manchmal nur umdrehen und bekam direkt eine Antwort. So fand Stephanie schnell in ihre Aufgaben hinein und konnte schon nach kurzer Zeit aktiv unterstützen.
Vom Quereinstieg zur Spezialistin
In den vergangenen Jahren hat Stephanie verschiedene Bereiche bei der SOCITAS kennengelernt: von der Finanzbuchhaltung über die Verwaltung und den Personalbereich bis hin zur Fakturierung. Mit jedem Wechsel arbeitete sie sich in neue Aufgaben ein und sammelte wertvolle Erfahrungen.
Nun möchte sie dauerhaft in der Fakturierung bleiben. Statt weitere Bereiche kennenzulernen, will Stephanie ihr Wissen gezielt vertiefen und sich fachlich zur festen Ansprechpartnerin entwickeln.
„Ich möchte, dass jemand bei einer Frage zur Fakturierung sagt: Geh zu Steffi, sie kann dir helfen.“
Damit ist aus einem ungeplanten beruflichen Neustart ein klares Ziel entstanden. Stephanie möchte nicht mehr herausfinden, wohin ihr Weg sie als Nächstes führt, sondern in ihrer heutigen Rolle weiterwachsen.
Mehr können, als man sich selbst zutraut
Heute blickt Stephanie mit Stolz auf ihren beruflichen Weg zurück. Sie hat sich nicht nur in ein vollkommen neues Berufsfeld eingearbeitet, sondern sich auch in unterschiedlichen Teams bewiesen. Dabei hat sie vor allem gelernt, wie anpassungsfähig sie ist und dass fehlende Vorkenntnisse kein Hindernis sein müssen.
„Man kann auch Dinge schaffen, von denen man vorher glaubt, dass man sie niemals schaffen könnte. Man kann meistens viel mehr, als man sich selbst zutraut.“
Besonders viel bedeutet ihr das Vertrauen, das ihr im Laufe der Jahre entgegengebracht wurde. Dass verschiedene Teams gerne mit ihr zusammenarbeiten wollten und sie schließlich selbst entscheiden konnte, in welchem Bereich sie tätig sein möchte, empfindet sie als großes Kompliment.
Lernen, wachsen und Verantwortung übernehmen
Bei ihrem Quereinstieg musste sich Stephanie nicht allein in die neue Arbeitswelt einarbeiten. Von Beginn an standen ihr erfahrene Kolleginnen und Kollegen zur Seite, erklärten ihr die Abläufe und nahmen sich Zeit für ihre Fragen. Durch die damals noch kleine Unternehmensgröße waren die Wege besonders kurz: Wenn sie Unterstützung benötigte, bekam sie direkt eine Antwort.
Auch bei ihren späteren Wechseln in andere Bereiche wurde sie gezielt begleitet. Als sie Aufgaben im Lohnbereich übernahm, ermöglichte die SOCITAS ihr Fortbildungen bei der IHK. Dort konnte sie das notwendige Fachwissen aufbauen und sich unter anderem mit den gesetzlichen Grundlagen der Lohnabrechnung vertraut machen.
Neben fachlicher Unterstützung erhielt Stephanie vor allem die Möglichkeit, sich innerhalb des Unternehmens weiterzuentwickeln. Sie übernahm neue Aufgaben, lernte unterschiedliche Teams kennen und konnte herausfinden, welcher Bereich am besten zu ihren Stärken passt. Das Vertrauen ging schließlich so weit, dass sie selbst entscheiden konnte, wo sie ihren beruflichen Weg fortsetzen möchte.
„Die Zeit, die andere in meine Einarbeitung investiert haben, hat vollkommen ausgereicht.“
So entstand ihr Weg bei der SOCITAS zwar aus einer unerwarteten Gelegenheit, ihre weitere Entwicklung war jedoch kein reiner Zufall. Sie wurde durch geduldige Einarbeitung, fachliche Weiterbildung und das Vertrauen in ihre Fähigkeiten unterstützt.